Bundesverfassungsgericht stärkt Rechte unverheirateter Väter
Es verletzt das Elternrecht des Vaters eines nichtehelichen Kindes aus Art. 6 Abs. 2 GG, dass er ohne Zustimmung der Mutter generell von der Sorgetragung für sein Kind ausgeschlossen ist, dies entschied das Bundesverfassungsgericht. (Az. 1 BvR 420/09)
Somit können Väter nunmehr gerichtlich überprüfen lassen, ob sie ein Anrecht auf das Sorgerecht für ihre unehelichen Kinder haben.
Bei Fragen beraten wir Sie gerne.
August 6th, 2010 von
RAin Eva Graf-Friedel | Familienrecht
Aktueller Verbraucherpreisindex veröffentlicht
Das Statistische Bundesamt (Destatis) hat den aktuellen Verbraucherpreisindex veröffentlich. Demnach betrug die Preissteigerung von Januar 2009 zu Januar 2010 0,8%. Dieser Index ist u.a. die Grundlage zur Anpassung von Leibrenten u.ä.
Nähere Informationen gibt es dirket beim Statistischen Bundesamt (Link)
März 9th, 2010 von
RA Carsten Krois | Allgemein , Familienrecht , Verbraucherrecht
Düsseldorfer Tabelle
Die aktuelle Düsseldorfer Tabelle mit den Leitlinien für den Unterhaltsbedarf von Unterhaltsberechtigten können Sie unter folgendem Link einsehen: http://www.olg-duesseldorf.nrw.de/07service/07_ddorftab/index.php
Februar 5th, 2010 von
RAin Eva Graf-Friedel | Familienrecht
Ehegattenunterhalt: Keine Pflicht zur Verbraucherinsolvenz
Das hat der Bundesgerichtshof am 12.12.2007 entschieden. Entgegen seiner Entscheidung vom 23. Februar 2005 Kindesunterhalt betreffend besteht keine Verpflichtung des Ehegatten, die Verbraucherinsolvenz einzuleiten, wenn hierdurch vorrangig die Ehegattenunterhaltansprüche vor sonstigen Verbindlichkeiten durchgesetzt werden könnten. Denn die verfassungsgemäß geschützte Handlungsfreiheit geht einer solchen Verpflichtung vor. Der Gesetzgeber hat zudem Kindesunterhalt und Ehegattenunterhalt mit unterschiedlicher Gewichtung versehen, was ebenfalls eine andere Behandlung als in der Vorentscheidung zulasse.
Dezember 28th, 2007 von
RAin Eva Graf-Friedel | Familienrecht
Neue Düsseldorfer Tabelle ab dem 01.01.2008
Das OLG Düsseldorf hat bereits die neue, ab dem 01.01.2008 geltende Düsseldorfer Tabelle veröffentlicht. Im Unterschied zur aktuellen Düsseldorfer Tabelle ändert sich wegen des eingeführten Mindestunterhalts für eine Übergangszeit die Berechnungsmodalität. Der Unterhalt ist leider nicht ohne weiteres und ohne Berechnung aus der veröffentlichten Tabelle zu entnehmen.
Wir beraten Sie insoweit gerne.
Dezember 18th, 2007 von
RAin Eva Graf-Friedel | Familienrecht
Zur Unterhaltsrechtsreform
Das Bundesjustizministerium informiert über die neuen Regelungen der Unterhaltsrechtsreform auf seiner Webseite. Lesen Sie weiterführende Informationen über Inhalt und Hintergrund der Reform.
Für weiterführende Fragen stehen wir Ihnen natürlich jederzeit zur Verfügung.
November 30th, 2007 von
RAin Eva Graf-Friedel | Familienrecht
Unterschiedliche Dauer Betreuungsunterhalt eheliche und nichteheliche Kinder verfassungswidrig
Das Bundesverfassungsgericht hat heute eentschieden, dass die Dauer von Betreuungsunterhalt für eheliche und nichteheliche Kinder gleich sein muss, weil unterschiedliche Dauern gegen das Grundgesetz verstoßen. Im Original heisst es:
Nach § 1570 BGB kann ein geschiedener Elternteil von dem früheren Ehegatten Unterhalt verlangen, solange und soweit von ihm wegen der Pflege oder Erziehung eines gemeinschaftlichen Kindes eine Erwerbstätigkeit nicht erwartet werden kann. Übereinstimmend geht die Rechtsprechung davon aus, dass bis zum Alter eines Kindes von acht Jahren beziehungsweise bis zum Ende seiner Grundschulzeit für den betreuenden Elternteil keine Erwerbsobliegenheit besteht. Demgegenüber ist der in § 1615 l BGB normierte Anspruch eines Elternteils, der ein nichteheliches Kind betreut und deshalb einer Erwerbstätigkeit nicht
nachgeht, deutlich schwächer ausgestaltet. Die Verpflichtung des anderen Elternteils zur Gewährung von Unterhalt an den betreuenden Elternteil endet gemäß § 1615 l Abs. 2 Satz 3 BGB im Regelfall spätestens drei Jahre nach der Geburt des Kindes.
Diese unterschiedliche Regelung der Dauer des Unterhaltsanspruchs eines kinderbetreuenden Elternteils ist mit dem Grundgesetz nicht vereinbar.
Originaltext Vollfassung
Ob sich insoweit Änderungen für Sie ergeben, erklären wir Ihnen gerne in einem persönlichen Beratungsgespräch.
Mai 23rd, 2007 von
RAin Eva Graf-Friedel | Familienrecht
Schonvermögen bei Verwandtenunterhalt
In seiner Entscheidung vom 30.08.2006 hat der Bundesgerichtshof entschieden, dass dem Unterhaltspflichtigen (Kind) auch angemessenes Vermögen zu belassen ist, wenn dieses der Altersvorsorge dient. Insoweit sieht der BGH keinen Unterschied darin, ob regelmäßig Beiträge zur Altersvorsorge (5 % des Bruttoeinkommens) bei einer Unterhaltsberechnung berücksichtigt werden oder ob ein diesem Betrag entsprechendes Vermögen vorhanden ist, hochgerechnet auf die Lebensarbeitszeit, das der BGH im vorliegenden Fall mit 100.000 EUR bemessen hat.
September 20th, 2006 von
RAin Eva Graf-Friedel | Familienrecht